Paläozoologisches Praktikum: |
Prof. Dr. Erhard Schulte Dr. Felix Lorenz ![]() Dipl.- Biol. Sybille Hanka Stud. rer. nat. Jan Medenbach Stud. rer. nat. Hanno Panzer Dipl.-Biol. Patrick Schubert |
![]() Standorte der Bernsteinwälder Nach der Einlagerung des Bernsteins in den Waldboden, Moore und Fließgewässer erfolgte eine Umlagerung in die Sedimente der "Blauen Erde", wo er sich anreicherte. Bei der "Blauen Erde" handelt es sich deshalb um eine sekundäre Lagerstätte, deren Alter auf 35 Mio. Jahre datiert wird. ![]() Eichenhaare und Eichenblüten (Fotos) sind charakteristisch für den Baltischen Bernstein
Bernstein hat eine sehr geringe Dichte von 1,05-1,09 g/cm3, er kann in bewegtem Wasser leicht in der Schwebe gehalten und umgelagert werden. Seine Härte beträgt 2-3 auf der Mohsschen-Härteskala, wodurch er leicht zu bearbeiten ist. Durch seinen amorphen Charakter zeigt er keine Spaltbarkeit (er zeigt keine bevorzugte Spaltrichtung). Dagegen entstanden durch einen zeitlich voneinander getrennten Harzfluß Schichten, an deren Grenzen sich ein Stück Bernstein relativ leicht spalten läßt. Der Bruch ist muschelig, die Bruchfläche stark glänzend. Der Brechungsindex hat einen Wert von 1,54 und, wie bereits oben erwähnt, ist Bernstein leicht brennbar. Er verwittert relativ leicht unter dem oxidierenden Einfluß des Luftsauerstoffs. Aus diesem Grund muß er um geologische Zeiträume unbeschadet überdauern zu können unter Sauerstoffabschluß, z.B. im Meerwasser bzw. unterhalb des Grundwasserspiegels lagern. Unten: Rohbernstein, oben: Bernstein nach dem Polieren Befand sich bei einem Stück die Inkluse direkt unter der Oberfläche, konnte keine maschinelle Bearbeitung erfolgen. Diese Steine wurden von Hand poliert. Verunreinigungen oder feine Risse in der Oberfläche der Steine konnten durch Schaben mit Skalpellklingen entfernt werden. Um störende Brechungseffekte und Reflektionen zu verhindern, wurden bei einigen Objekten Deckgläser mit Kanadabalsam bzw. Entellan® aufgesetzt. Die Objekte wurden nach erfolgter Bearbeitung photographisch und digital dokumentiert. |
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| Arthropodengruppe | Dt. Name | Anzahl | Anteil in % |
|---|---|---|---|
| Acari | Milben | 42 | 19,2 |
| Araneae | Spinnen | 10 | 4,6 |
| Chilopoda | Hundertfüßer | 1 | 0,5 |
| Collembola | Springschwänze | 11 | 5,0 |
| Dermaptera | Ohrwürmer | 1 | 0,5 |
| Psocoptera | Staubläuse | 2 | 0,9 |
| Sternorrhyncha | Blatt- & Rindenläuse | 8 | 3,7 |
| Coleoptera | Käfer | 10 | 4,7 |
| Hymenoptera I | Wespen | 8 | 3,7 |
| Hymenoptera II | Ameisen | 5 | 2,3 |
| Trichoptera | Köcherfliegen | 1 | 0,5 |
| Nematocera | Mücken | 95 | 43,4 |
| Brachycera | Fliegen | 25 | 11,4 |
| Bernsteinliteratur | Liste aller im Baltischen Bernstein nachgewiesenen Pflanzen und Tierfamilien | e Mail |